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Jägerzug " Deutsche Eiche "
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| Neuenhausen
Geschichte Nach Aufzeichnungen des Landdechants und Pfarrers H. H. Giersberg gehört Neuenhausen zu den ältesten Ortschaften des Dekanates Grevenbroich. Er schätzt die Entstehungszeit des Dorfes auf das 10. Jahrhundert. Damit wäre Neuenhausen älter als Grevenbroich, wo sich erst im 11. Jahrhundert um die bereits bestehende Burg ein Dorf bildete. Die Kirche in Neuenhausen, die 1888 durch einen Neubau ersetzt wurde, war eine der ältesten des Kreises. Erste Zeugnisse des Ortes gehen auf das Jahr 962 zurück, allerdings ist nicht sicher, ob Neuenhausen unter dem Namen "Bruoche" tatsächlich gemeint war. Dass die alte Kirche um 1300 im "liber valoris" bereits als Pfarrkirche erscheint, lässt jedoch auf ein längeres Bestehen des Ortes schließen. Das adelige Cäcilienstift in Köln war Grundherr des Dorfes. Bis zur Säkularisation übte die Äbtissin auch das Patronatsrecht dort aus. Schon 1288 kommt ein Advocatus Gottfried in Neuenhausen vor. Besondere Orte Willibrordusbrunnen Am Waldrand gelegen und etwas abseits vom Wege liegt verborgen ein kleiner Brunnen, über dem ein altes Kreuz und ein Standbild der Gottesmutter Maria steht. Ein Stück hinter dem Brunnen beginnt ein leichter Anstieg, der sich bis zum höchsten Punkt des Welchenberges steigert. Willibrordusbrunnen am Welchenberg Der Ursprung seines Namens ist ungeklärt. Eine Theorie besagt, dass der Name von einem heidnischen Gott namens Walchus abgeleitet wurde. Die Ableitung von "mons walchi" bis hin zum Welchenberg ist jedoch vage. Eine andere Vermutung ist, dass der Name von den Kelten stammt, die beim Anblick des Berges: Welch ein Berg! riefen. Der kleine Brunnen erhielt seinen Namen vom heiligen Willibrord (658-739). Dieser war ein englischer Missionar und kam auf seinem Weg von der Maas zum Rhein am Welchenberg vorbei und versuchte, auch dort den christlichen Glauben zu verbreiten. Aus diesem Grund baute er ein Kloster. Um den Menschen eine weitere Pilgerstätte zu erschaffen, bohrte Willibrord um 709 n. Chr. der Sage nach mit seinem Bischofstab in den Boden und ließ eine Quelle entspringen, der noch bis heute Heilkräfte zugesprochen werden. Kurz nach der Entstehung der Wasserstelle wurden Menschen, die vom chirstlichen Glauben überzeugt worden sind, dort getauft. Neben seiner Funktion als Heil- und Taufbrunnen hat sich der Ort zu einer Pilgerstätte entwickelt. Nach dem Tod Willibrords kamen die Menschen inbesondere aus Echternach, wo er beerdigt wurde, um an dieser Stelle zu beten oder Buße zu tun. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges ist die Quelle wegen Grundwasserabsenkungen zur Kohleförderung durch die Rheinbraun AG versiegt. Haus Welchenberg Erbaut wurde es 1925/26 anlässlich der Tausendjahrfeier des Rheinlandes, mit der die Zugehörigkeit dieser Region zum Deutschen Reich und zu Preußen gefeiert wurde. Vermutlich auf Initiative des damaligen Landrates Dr. Aloys Vogel errichtete man ab dem 8. September 1925 ein Kindererholungsheim für den damaligen Kreis Grevenbroich auf dem Welchenberg. Der Bau wurde zu mehr als einem Viertel durch Spendengelder in Höhe von 20 000 Reichsmark finanziert. Im Sommer 1926 wurde das neue Heim für sozial, gesundheitlich und körperlich benachteiligte Kinder eröffnet. Unter der Leitung von Franziskanerinnen aus Salzkotten konnten bis zu 70 Kinder dort sechs Wochen untergebracht werden. Das Haus war mit vielerei Spiel-, Sport-, und Therapiemöglichkeiten ausgestattet. Bereits 1927/28 wurde es durch Anbau um eine Jugendherberge erweitert. Die Weltwirtschaftskrise und die daraus resultierenden politischen Veränderungen erschwerten die Finanzierung des Hauses; 1932 lebten dort nur noch 20 Waisenkinder. Nach der Machtergreifung der NSDAP wurde es im August 1933 der Partei zur Verfügung zu stellen und eine Gauführerschule errichtet. 1939 schließlich übereignete der Kreis das Haus komplett dem Düsseldorfer Gauleiter Staatsrat Friedrich Karl Florian, um auf diese Weise den Geldforderungen der Nationalsozialisten zu entgehen. Auch während des Kriegs wurde der Gauführerschulbetrieb am Welchenberg aufrechterhalten, parallel dazu waren dort Zwangsarbeiter untergebracht. Als die Amerikaner Neuenhausen am 3. März 1945 besetzten, nahm das Haus Welchenberg als letzte Bastion der Nationalsozialisten schweren Schaden und wurde anschließend von der Bevölkerung geplündert. Nachdem dort übergangsweise polnische Zivilarbeiter und obdachlose Familien untergekommen waren, ging das Gebäude schließlich 1949 wieder in Kreisbesitz über und wurde zum Tuberkulose-Krankenhaus unter der Leitung Kölner Cellitinnen umgebaut, welches erst mit der Errichtung des neuen Grevenbroicher Kreiskrankenhaus Mitter der 1980er-Jahre überflüssig wurde. Seit Mitte 1991, nach einem Umbau dient das Gebäude als soziotherapeutische Einrichtung für alkoholkranke und tablettenabhängige Menschen. Gut Vollrath und die 3 Linden Gedenkstein "Gut Vollrath" auf der Vollrather Höhe Etwa 100 Meter östlich des Friedhofs standen noch in den 1950er-Jahren drei Linden. Der Sage nach wuchsen sie dort, wo einst eine Jungfrau unschuldig hingerichtet wurde. Nicht weit davon entfernt stand das Gut Vollrath, ein alter Ackerhof mit etwa 265 Morgen Land, der erstmals im Jahr 1300 erwähnt wurde. Wie die drei Linden wurde ab Mitte des 20. Jahrhunderts er mit Abraum aus der Braunkohleförderung verschüttet. Zur Erinnerung wurden im Oktober 2004 auf der Vollrather Höhe Gedenksteine errichtet, die genau an den Stellen stehen, an denen sich die drei Linden und das Gut Vollrath befanden. Quelle:www.wikipedia.de |
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| Fester Bestandteil der hiesigen Schützenfeste ist die Kranzniederlegung für die gefallenen und verstorbenen Vereinskameraden und Ortsbewohner. Anlässlich dieses andächtigen Festaktes spricht in Neuenhausen der Regimentsoberst in eindrucksvoller Weise den unten genannten Text zu dem von der Blaskapelle intonierten Musikstück:
Ich hatt’ einen Kameraden Ich hatt` einen Kameraden, einen besseren findst du nicht. Die Trommel schlug zum Streite, er ging an meiner Seite, in gleichem Schritt und Tritt, in gleichem Schritt und Tritt. Eine Kugel kam geflogen, gilt es mir oder gilt es dir? Ihn hat es weggerissen, er liegt mir vor den Füßen, als wär’s ein Stück von mir, als wär’s ein Stück von mir. Will mir die Hand noch reichen, derweil ich eben lad. „Kann dir die Hand nicht reichen, bleib du im ew’gen Leben, mein guter Kamerad, mein guter Kamerad!“ |
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